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Der
Schwarzstorch (
Ciconia nigra nigra )
original document available in french on "Biodiveristé"
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Ordnung: Ciconiiformes
Familie: Ciconiidae
Grôße: Länge
95 - 100 cm, Spannweite: 185 205 cm
Gewicht: ungefähr
3 kg
Bestimmung: Altvögel:
Großer Schreitvogel mit schwarzer glänzender Oberseite
(Kopf, Hals, Brust und Oberflügel) und knallroten Beinen
und Schnabel. Im Flug ist die schwarze Flügelunterseite
mit einem weißen Flügelfeld zu erkennen. Der Hals
ist im Flug gestreckt. Jungvögel: Die Jungvögel sind
in den ersten beiden Lebensjahren vor allem an der matt-braunen
Halsfärbung zu erkennen. Bei diesjährigen Vögeln
sind die Beine und der Schnabel noch gelblich-grün gefärbt.
Im zweiten Lebensjahr sind die Beine und der Schnabel matt rot. |
Verwechslungsmöglichkeiten:
Im Gegenlicht kann man einen segelnden Schwarzstorch mit einem
Weißstorch verwechseln, allerdings fallen bei letzterem
der weiße Hals auf. Graureiher halten beim Fliegen den
Hals nur seltenen gestreckt nach vorne, sondern es ist immer
eine S-förmige Krümmung zu erkennen.
Nachweise
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Der Schwarzstorch lebt
sehr zurückgezogen. Spuren
im Uferschlamm sind am Fehlen der Hinterkralle zu erkennen. Der
Horst wird auf starken Ästen oder Astgabelungen angelegt.
Schwarzstörche sind meist stumm. |
Nahrung
Es gibt nur wenige
Informationen hierüber. Hauptnahrung bilden Fische bis zu
einer Größe von 20 cm. Desweiteren stehen Amphibien,
Wasserinsekten und manchmal Säugetiere auf dem Speiseplan.
Lebensraum
Im Gegensatz zum
Weißstorch meidet der Schwarzstorch die Nähe des Menschen
und brütet zurückgezogen in großen Wäldern,
wo er seinen großen Horst ungestört in alten Bäumen
errichtet. Kleinere Fliessgewässer und Teiche bilden die
ideale Nahrungsbiotope. Die Brutpaare haben ein sehr großes
Territorium: die höchsten Brutdichten werden in Osteuropa
mit bis zu 8 Paaren / 100 km2 erreicht.
Brutbiologie
- Schwarzstörche
sind monogam, die
Paare bleiben sich ein Leben lang treu
- Territorialität:
Meist bleibt ein
Partner ab der Ankunft in den Brutgebieten bis zum Ausfliegen
der Jungvögel in Horstnähe. Das Paar verteidigt seinen
Revier. Die Nahrungsgebiete liegen in einen Umkreis von bis zu
10 km um das Nest.
- Horst: Der Horst wird meist auf einem
der untersten Seitenäste einer alten Eiche oder Buche oder
in einer Astgabel angelegt. Höhe: 15 25 m. Die Horste können
eine Höhe von bis zu 1 m und einem Durchmesser von 1,5 m
erreichen. Die Altvögel bauen das Nest, das manchmal ein
altes Greifvogel war.
- Brut: Im allgemeinen umfaßt ein
Gelege zwischen 3 und 5 Eiern (selten 2 6), die in einem Zeitraum
von 2 Tagen gelegt werden..
- Die Bebrütungszeit
beträgt zwischen
35 und 38 Tagen.
- Die Jungvögel sind zwischen 63 und 71 Tagen
am Horst und anschließend noch während 1 2 Wochen
in Horstnähe ehe sie fortfliegen.
- Geschlechtsreife: wird nach 3 Jahren erreicht
- Alter: ungenaue Daten, etwa 20 Jahre
Geographieche
Verbreitung
Brutbebiete
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In Europa
Polen, das Baltikum
und der Westen Rußlands bilden sicherlich das Hauptverbreitungsgebiet
der Art in Europa. Weiter westlich verbreite sich die Art zunehmend
in Deutschland, Belgien und Luxemburg, Frankreich und Skandinavien.
Anfangs siedeln sich nur einzelne Paare an, nach und nach bilden
sich Kerngebiete wie in den belgischen und luxemburgischen Ardennen
oder in der Bourgogne. Die spanische Population wurde sicherlich
nach dem Aussterben in Mitteleuropa von den restlichen Populationen
getrennt
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Wanderungen
und Überwinterung
Die Art überwintert
in Afrika sowohl im Westen als auch im Osten. Ein Teil der Jungvögel
scheint im ersten Lebensjahr in Afrika zu bleiben. Nur die Population
Spaniens scheint nicht zu ziehen.
Brutbestände
Europa Der Schwarzstorch ist weniger häufig
als der Weißstorch. Die Brutbestände in Europa liegen
zwischen 2600 und 3000 Paaren: Frankreich 10 20 Paare, Luxemburg
3-7 Paare, Deutschland 40 50 Paare.
In den letzten Jahrzehnten wurden
einige Gebiete neu besiedelt: Österreich seit 1938, Bayern
seit 1947, Frankreich seit 1976, Luxemburg und Belgien Ende der
80ger Jahre. In der Wallonie steigen die Beobachtungen seit den
70ger Jahren an. Der erste belegte Brutnachweis stammt aus dem
Jahr 1989.
Gefahren
Die Wiederansiedlung
des Schwarzstorchs ist eines der wichtigsten ornithologischen
Ereignisse der letzten Jahrzehnte. Dies ist vor allem mit dem
Schutz dieser Art und der Verbesserung der Brut- und Nahrungsgebiete
zu erklären.
Die Art bleibt trotzdem
einigen Gefahren ausgesetzt:
- Störungen am Horst, was die Brutaufgabe mit sich bringen
kann, durch Spaziergänger, unvorsichtige Vogelbeobachter
und Fotografen oder wegen Waldarbeiten in Horstnähe
- Eierraub durch Eiersammler oder Abschuß durch Verwechslung
mit Graureihern (obwohl dieser auch geschützt ist)
- Zerstörung
der Horste durch Waldarbeiten
- Zerstörung
der Lebensräume:
Zupflanzen der Bachtäler mit Nadelhölzern, Trockenlegung
von Feuchtgebieten, Verschmutzung von Fliessgewässern.
Schutzstatus
Europäische
Gemeinschaft Der Schwarzstorch steht au Anhang
1 der geschützten Vogel arten Europas der EU-Vogelschutzrichtlinie
78/409/CE, auf Anhang 2 der Bonner Konvention was den Schutz
in seinen Lebensräumen betrifft und auf Anhang 1 des Washingtoner
Artenschutzabkommens (CITES), was ein weltweites Handelsverbot
mit sich bringt.
Schutzmaßnahmen
Die weitere Ausbreitung
des Schwarzstorchs kann durch folgende Maßnahmen gefördert
werden:
- Kontrolle und Vermeidung
der Störungen in Horstnähe, wenn nötig auch durch Sperrung von Forstwegen
- Nicht-Abholzen von
Brutbäumen
und möglichen Butbäumen
- Information der Bevölkerung über die Lebensweise und
den Schutz des Schwarzstorchs
- Schutzmaßnahmen
der Biotope in
den Brut- und Nahrungsgebieten
Weiterführende
Literatur...
Cramp,S.
(1977). - Handbook of the Birds of Europe, the Middle
East and North Africa. Vol. 1. Ostrich to Ducks. Oxford University
Press, Oxford-New York.
Géroudet, P. (1978). - Grands Échassiers, Gallinacés,
Râles d'Europe. Delachaux et Niestlé, Neuchâtel-Lausanne-Paris.
Glutz von Blotzheim, U. &
Bauer, K. (1966). - Handbuch
der Vogel Mitteleuropas. Band 1. Gaviiformes-Phoenicopteriformes.
Akademische Verlagsgesellschaft, Frankfurt am Main.
Mériaux, J.-L., Schiere,
A., Tombal, C. & Tombal J.-C. (1991).
- Actes du colloque international «Les Cigognes d'Europe».
Metz 3-5 juin 1991. Institut Européen d'Écologie
et A.M.B.E.
Overal, B. & Jacob, J.P. (1989). - Un événement attendu
en Belgique: la preuve de la reproduction de la Cigogne noire
(Ciconia nigra) en Belgique. Aves 26: 122-126.
Pierre, P.
(1988). - Statut actuel de la Cigogne noire (Ciconia
nigra) en Wallonie. Aves 25: 183-189. sui
Jadoul, G.
(1998). - Cigogne noire. N° spécial Science
& Nature magazine science.et.nature@wanadoo.fr.vre
Jadoul, G.
(1994). - La Cigogne noire : chronique d'un retour annoncé.
Ed. du Perron Alleur-Liège.
Zeichnungen J.-S.
Rousseau
Fotos G. Jadoul
Übersetzt
von / Traduit par Patric Lorgé, Centrale Ornithologique
Luxembourg
Edition
Department of the Preservation of Nature of the Ministry of the
Walloon region (1995)
Diffusion Documentation
and Communication Department of the Directorate General of the
Natural Resources and the Environment 15, av. Prince de Liege,
5100, Namur, Belgium.
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